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Lofts für die Kreta
„Manchmal riecht es gan gut nach frischem Brot.“
Text: Sandra Broeske. / Fotos: Peter Olschinsky.
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In der Kreta – so heißt der Teil des Wiener Gemeinde-bezirks Favoriten, der sich entlang der Absberggasse zwischen dem Gelände des
ehemaligen Südbahnhofes und der Quellenstraße erstreckt, benannt in Anspielung auf die chaotischen Zustände, die nach dem Kreta-Aufstand
von 1896 auf der griechischen Insel herrschten. Vom Chaos merkt man heute wenig, trotzdem zählt das Viertel damals wie heute zu den
ärmlichsten Wiens. Die Altbauten bröckeln, hier gibt es keine herausgeputzten und renovierten Häuserzeilen, keine schicken Designerläden
und keine angesagten Szene-Lokale, dafür viele Bewohner mit Migrationshintergrund und gesichtslose Gemeindebauten, die eher an Wohnsilos
erinnern. Mit einem Wort, die Gegend steht bei den Wienern nicht gerade in dem Ruf ein „Hot Spot“ zu sein. Einerseits. Andererseits: wer
genauer hinsieht, bemerkt, dass es sich hier um einen sehr unverfälschten Teil Wiens handelt, in dem es Ecken und Kanten gibt und in dem der
Zeitgeist noch nicht alles über seinen durchgestylten Kamm geschoren hat. Und doch – es verändert sich etwas um die „Kreta.“ Da ist zum einen
die Riesenbaustelle des neu entstehenden Hauptbahnhofs, und etwas weiter, Laaerberg aufwärts, die geschichtsträchtige Ankerbrotfabrik,
in der ein Teil des Geländes gerade zu Lofts umgebaut wird. ...
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